Flottenschule- Stralsund / Parow


 

                                          Ein kurzer Blick in die Geschichte der der Flottenschule

Stralsund / Parow

          Die Flottenschule in Parow, 3 Kilometer nördlich von Stralsund gelegen, also fernab von jeglicher Zivilisation.           

                                                                                             

                                                                                                           Wappen der Marinetechnikschule Stralsund 

                                                                

                                                                           Karte von Stralsund, roter Punkt die Flottenschule 

                                              

 

Vor über 150 Jahren, wurde hier die erste Deutsche Marine gegründet. 1935-1945 war hier ein Seefliegerhorst

beheimatet. Danach kam die Schule der Seepolizei hier her. Ab 1956 bis 1990 wurden hier die Matrosen und

Unteroffiziere der NVA-Volksmarine ausgebildet. Durch die "Wende" änderten sich die Rahmenbedingungen,

sodass sich für die Stationierung von Einheiten neue Verpflichtungen und Möglichkeiten ergaben. Die

Bundeswehr entschied sich am 30.11.1992 zur Grundsteinlegung durch den damaligen Bundesminister der

Verteidigung, Volker Rühe, hier die größte Marinetechnikschule Deutschlands entstehen zu lassen. Am

01.07.1997 wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Seit dem 01.10.1999 ist die Schule die größte Schule

der Marine. Nach Fertigstellung im Jahr 2003, werden dann hier ungefähr 1800 Rekruten und

Lehrgangsteilnehmer sowie ca. 700 Soldaten und zivile Mitarbeiter als Stammpersonal Dienst verrichten.

 

                                                    

      Dieses Bild wurde 1970 zur Namensgebung der Flottenschule aufgenommen, es zeigt zwei Matrosen und den Kranz, der hier zur Ehrung "Walter Steffens"

       niedergelegt wurde. Dieses Bild hat mir der Stabsmatrose Uwe zur  Verfügung gestellt, er war zu diesem Zeitpunkt dort in der Schule zur Ausbildung.

                                             

                                                                                      

                                               Ankunft in der Flottenschule

Am Morgen des 03.05.1978 in Stralsund (Bahnhof Rügendamm- Brücke) angekommen, den Zug verlassen

und wieder antreten, Anwesenheit überprüfen und aufsitzen auf einen LKW vom Typ W 50 mit Plane. Die

Fahrt dauerte ca. 15 Minuten bis zur Flottenschule in Parow. Ein Fußmarsch von hier bis in die Stadt, dauert

über eine Stunde bei gutem Wetter. Als sich nach der Durchfahrt die Tore, bzw. die Schranken schlossen,

wusste jeder der hier Anwesenden, dass es nun vorbei war mit lustig. Halt auf einem großen Platz

(Appellplatz vor dem Schulgebäude), absitzen und wieder einmal antreten. Das gleiche Spiel wieder mit dem

Aufruf aller hier Anwesenden, nun wurde uns ein Gruppenführer zugeteilt. Ab jetzt wurden wir noch in

verschiedene Züge eingeteilt, diese waren zum Beispiel: Funker, Maschinisten, Navigation, Torpedo, Raketen,

Sperrgasten usw..

                                           

                                                                                                            die ersten Stunden

Ich hatte mich für drei Jahre als Maschinist, auf einem Schiff der Volksmarine verpflichtet. Dann der erste

leichte Schock, ich sollte zu den Sperrgasten, was absolut nicht mein Ding war. Ich war enttäuscht und

wütend, weil hier schon das erste Missverständnis passierte. Mein Gruppenführer bekam gleich nach Ankunft in

unserer Unterkunft den Auftrag, sich um meine Angelegenheit zu kümmern. In der Zwischenzeit bekamen wir

erst mal etwas zu essen und wurden danach, mit unserer neuen Kleidung versehen. Zwischendurch wurde mit

allen, die neu angekommen waren ein Gehörtest durchgeführt, dieser sollte zeigen, wer in der Lage ist zum

Funker ausgebildet zu werden. Ich war es bestimmt nicht, denn ich wusste vorher schon, das so etwas

gemacht wurde. Der Test war mir bekannt, ein Schulfreund, der auch bei der Marine als Funker war, hatte mir

davon berichtet, deshalb stellte ich mich extra so an, dass ich auch nicht ausgewählt wurde. Ein paar

Stunden später kam der Gruppenführer und teilte mir mit, dass ich als "Maschinist" nicht mehr angenommen

werden könnte, nur als " Maschinen / Pumpengast ". Das war mir auch Recht und so wurde ich zum Block

Nr. 7 gebracht. Dieser Block wurde nun mein vorläufiges Zuhause.

 

                                                                                          

                                                                                           Block Nr.7 auf dem Gelände der Flottenschule Rückansicht

                                               

                                                                                        Werdegang von 1976 bis heute

mein Name u. Vorname: Glatzel, Rainer

geb.:  in Glauchau (Sachsen)

Schule: 10.Klasse Oberschule (heute Realschule)

Ausbildung vor meiner Armeezeit:  Militärkraftfahrer bei der GST, Gruppenführer im 

                                                                   Ausbildungsbetrieb    (Gesellschaft f. Sport u. Technik)

Ausbildung bei der Marine:  Maschinist / Pumpengast

erlernter Beruf: Facharbeiter f. Textiltechnik / Instandhaltung (Schlosser)

Beruf nach der Marine:  Hausmeister- Heizer- Kraftfahrer (im Gesundheitswesen der DDR)

     Fördereinrichtung und Pflegeheim am Heinrichshof 4

zur Zeit ausgeübter Beruf:  Kraftfahrer in einer Spedition in Dülmen, ich fahre mit einem 40 Tonnen

                                                       Sattelzug mit Siloauflieger. Mit diesem transportiere ich flüssiges Futtermittel

                                                       für die Schweinemast, zu den Bauern im Münsterland.

                                                       

                               Meine Auszeichnungen und Leistungsabzeichen, Uniform- und Teile 

                                                                            der Volksmarine

                                                        

                    linkes Bild:  wurde im August 1978 nach der Vereidigung in der Flottenschule gemacht, das

                    Bild in der Mitte:  bei einem Fotograf in Glauchau, hier stehe ich in der Sommeruniform mit Ex.- Blouse weiß.                      

                    rechtes Bild:  im November 1980 Uniform- Winter ohne Mütze

 

                                 

 

                               Während meiner Ausbildung in der Flottenschule, habe ich        Nach der Versetzung nach Peenemünde, habe ich nach ca.  

                               durch gute Schießübungen die Schützenschnur erhalten.           einem Jahr, die Quallifizierungsprüfung der Klasse 3 abgelegt. 

                                       

                                                                            

                                               Schulterklappe mit zwei Balken - Dienstgrad Stabsmatrose           Mütze der Volksmarine im Sommer

                                              

           meine Aufgaben als Maschinist/ Pumpengast auf einem MSR- Schiff 

             1. Hauptaufgabe: Wartung und Instandhaltung aller sich an Bord befindlichen Pumpen

             2. Verantwortlich für  die Übernahme von Treibstoff  (Diesel) 

             3. Ständige Versorgung des Schiffes mit Trinkwasser  (Bunkern in eine Trinkwasserzelle)

             4. Wartung aller Rohrleitungen, Schieber und Ventile 

             5. Vertretung für den 2. Maschinisten 

             6. Mitglied im Schiffssicherungszug  (DLA - Geräteträger) 

             7. Ein- und Ausbringung des Landanschlusskabels 

             8. Versorgung des Schiffes mit Öl, Fett, Waschbenzin, Putzlappen, Hydraulik öl   

             9. Verantwortlich bei Gefechtsalarm für den Hydraulikblock der Verstellpropeller- Anlage auf der Steuerbordseite

                  in Abteilung drei         

            10. 24 - Stunden- Dienst als Diensthabender Maschinist  für die 1. u. 3.MSR-Abteilung 

                                 

                                                        

                                                                        Meine Entlassungsurkunde aus dem aktiven Wehrdienst vom 30.04.1981

                                            

                       Ausbildung und Lernen in der Flottenschule

Nach dem wir alle unsere neue Kleidung (Uniform) bekommen hatten, musste die Zivilkleidung in die

mitgebrachte Reisetasche gepackt werden und noch in der Woche der Ankunft, nach Hause geschickt

werden. Alle neuen Sachen mussten nun gekennzeichnet werden, dies geschah in dem Buchstaben in den

Kragen oder in das Futter eingestickt wurden. Für mich war das einsticken der Initialen kein Problem, hatte ich

doch damals in der Schule an einem einjährigem Kurs teil genommen, dieser nannte sich "Nähzirkel" und

wurde ausschließlich in der Freizeit besucht. Bei meinen Kameraden sah das Ganze etwas anders aus, bei

denen hatte das immer "Mutti" erledigt, also half ich meinen Kameraden, in dem ich das für sie übernahm,

oder ich zeigte es denen die es lernen wollten, wie es gemacht wurde. Alle Sachen von der Unterhose bis zur

Ausgangsuniform wurden mit diesen Stickereien versehen, Arbeit und Zeitvertreib während unserer Freizeit.

Als nächstes kam auch schon der sogenannte "Spind- Bau", dieser war in allen der Kasernen der NVA fast

gleich. Er wurde genau nach Vorschrift eingeräumt, war das nicht der Fall wurde der Spind nach vorne 

ausgekippt und musste neu eingeräumt werden, Ordnung muss sein, Lebensmittel im Spind waren streng

verboten, für persönliche Sachen war nur ein sehr kleines Fach vorhanden. Danach begannen wir mit dem

ach so geliebten "Päckchenbau", dieser sah so aus:  ein kleiner viereckiger Hocker, Sitzfläche ca. 40cm X 40

cm, alle Sachen die am nächsten Tag gebraucht wurden oder bei Gefechtsalarm bereit liegen mussten,

wurden hier in einer bestimmten Reihenfolge zusammen gelegt und dem Maß des Hockers angepasst. Der

Päckchenbau wurde jeden Tag vor der Nachtruhe um 22.00 Uhr kontrolliert, musste bei bestimmten

Abweichungen neu gebaut werden, bis alles stimmte. So waren wir "Neuen" am Anfang gut beschäftigt mit

dem neuen Umfeld, Befehlen und den Vorschriften zu Recht zu kommen. Die Dienstgrade

(Menüpunkt: Flaggen, Signale und Dienstgrade) mussten gelernt werden und den Fahneneid der NVA sollte

man auch kennen.

                                       

                           

                                        

      Ein Besuch der ehemaligen Flottenschule Parow zum "Tag der offenen

                   Tür" in der heutigen "Marinetechnikschule Stralsund"

Es sollten einige Jahre vergehen, bis ich die Gelegenheit bekomme die ehemalige Einrichtung

der Volksmarine wieder zu betreten. Am 03.05.1978 habe ich dieses Areal zum ersten mal

betreten, 6 Monate später als ausgebildeter Maschinist und Pumpengast in Richtung

Peenemünde wieder verlassen. Es sollte 27 Jahre dauern bis ich diese Ausbildungsstätte

wieder betreten konnte, was nicht heißen sollte, dass ich zur Zeit als es noch in den Händen der

DDR- Organe war, gerne betreten hätte. Es waren aber 6 Monate die ich in meinem Leben nicht

streichen möchte. Wir haben hier eine Menge gelernt, vor allem Disziplin und Ordnung und das

Gefühl der Zusammengehörigkeit. 

 

                                   

 

                 

          Bild links: das ehemalige Haupttor zur Flottenschule heute                                     

             Bild rechts: Das ehemalige Wachgebäude der Schule, von hier aus mussten wir das Objekt bewachen. Links die beiden Fenster war der

             Wachraum des Offiziers, rechts die Schlaf- und Aufenthaltsräume und für die Matrosen. Es befanden sich auch ein paar Arrestzellen im

 Gebäude, hier wurden die Matrosen eingesperrt, die wegen kleineren Vergehen ein paar Tage absitzen mußten. Heute wird das gesamte 

 Objekt von einem zivilen Wachschutz überwacht und nicht wie damals, von den Matrosen die dort zur Ausbildung waren.

 

Die Information bekam ich von meinem Kameraden Roland B. aus Stralsund, der damals mit

mir, für 2 1/2 Jahre auf dem MSR- Schiff "GRANSEE" in Peenemünde als Hydroakustiker diente.

Er war es auch, der zu unserer Hochzeit als Vertreter des Schiffes und der VM, bei uns in

Glauchau / Sachsen zu gegen war. Nach langer Suche hatte ich Roland einige Monate zuvor

wieder gefunden. Am 11.06.2005 war es dann so weit, zusammen mit meinem Kameraden

Roland B. aus Stralsund und in Begleitung unserer Frauen fuhren wir zum "Tag der offenen

Tür". Unser Rundgang begann mit der Besichtigung des Wachgebäudes, welches leider nur

von Aussen und nicht von innen besichtigt werden konnte.

              

                     

        Bild links: Das Gebäude von der rechten Seite, in Richtung des damaligen Haupttores, rechts wo der gelbe PKW eben noch zu sehen ist,

             befand sich ein kleiner Platz, hier wurden die Matrosen vergattert und die Waffen mit scharfer Munition geladen.

        Bild rechts: Sabine, Roland und Bärbel auf dem Weg zum Block Nr. 7,  ich stehe mit dem Rücken zum Eingang, das Gebäude diente damals als

              Unterkunft für die Matrosen die zu Maschinisten, für die verschiedenen Schiffe der VM ausgebildet wurden.  Ich war 1978 in einem Zimmer auf der

              Rückseite im linken Teil des Hauses im 2. Stock untergebracht, hinter dem Block befand sich damals die Sturmbahn der Schule.

 

                                              

        Quelle des Bildes: ist das Buch "Volksmarine auf Wacht" 2. Auflage 1983. Hier ein altes Bild des Exerzierplatzes: rechte Seite der Block Nr. 7,

             in der Bildmitte im Hintergrund, die "Schwarzküche" ein Gebäude für die Aufbewahrung von Speiseabfällen, Küchenabfälle und Essensresten. Im

             Bild links der Speisesaal, welcher erst  abgerissen werden sollte, aber wie man auf den nächsten Bilder erkennen kann, wird nun doch saniert.

 

                     

           Bild links: Block Nr. 7 Gesamtansicht mit Haupteingang, links der Bauzaun gehört zurzeit zur Baustelle des ehemaligen Speisesaal `s und rechts

              die grüne Wiese, war der ehemalige Exerzierplatz der Flottenschule.

              Bild rechts: Hier der ehemalige Haupteingang des Blocks´ Nr. 7, durch den ich damals mehrmals am Tag gehen musste.

 

                     

        Bild links: Das ist die ehemalige Großküche und Offiziersmesse der Flottenschule, die Matrosen wurden damals in den unteren Räumen des

              Hauses mit Speisen versorgt, in den oberen Räumen waren die Offiziere.

             Bild rechts: Rechts vom Block Nr. 7 befand sich die so genannte "Colabar" Block 7a, hier konnten die Matrosen in ihrer Freizeit oder nach

              Dienstschluss alkoholfreie Getränke erwerben und außer der normalen (Befohlenen) Speisung etwas essen. Für Offiziere und Unteroffiziere

              wurden auch Alkoholische Getränke verkauft, Matrosen durften nur mit Urlaubsschein oder Ausgangskarte Alkohol trinken. Auf dem Bild ist auch

              die jetzige, schöne grüne Wiese des damaligen Exerzierplatzes zu sehen, damals war der Platz nur mit Schotter versehen.  

              (siehe auch SW- Bild oben)

 

                     

        Bild links: Jetzt sind wir schon am heutigen Haupteingang der Marinetechnikschule angekommen, damals befand sich hier das sogenannte Tor

              Nr. 3 welches zum ehemaligen Schießplatz führte. Von hier etwa 20 Meter nach links, befand sich der Platz wo die Kettenglieder eines Panzers

              lagen, welche von den Matrosen zum Frühsport 10 bis 20 mal mit beiden Armen in die Höhe gestemmt  werden mussten. 

        Bild rechts: Hier nun einige Rekruten (Matrosen), die für die Besucher einige Übungen, die sie während ihrer Ausbildung erlernt haben vorführen

              mussten.

 

                      

          Bild links: Auf diesem Bild kann man einige Einmannzelte und im Hintergrund die neugebauten Unterkunftsblöcke der Schule sehen.

              Bild rechts: Hier nun der Blick auf die neue Straße in Richtung des Haupteingangs, links und rechts befinden sich die Ausbildungshallen.

 

                       

        Blid links: Das ist ein Blick von hinten auf den Ausbildungskomplex der Maschinisten.

              Bild rechts: Das ist die Rückseite des Ausbildungskomplexes für Navigation, Radar und Funkmesstechnik.

 

                         

        Bild links: Gleich nach dem Haupteingang das erste Gebäude auf der rechten Seite, Unterkunft und Ausbildungsgebäude für Artillerie.

             Bild rechts: Dieses Modellschiff befindet sich im Eingangsbereich der Ausbildungshalle die wir nun betreten werden. Es handelt sich hier um ein

             Küstenschutzschiff der ehemaligen VM, das Schiff  KSS Projekt  >> 50/2 << mit Taktischer Nummer 122, welches das Schiff  "KARL- MARX"

             gewesen sein müsste.   i.D. 15.12.1956   /   a.D. 31.08.1976

 

                         

        Bild links: Als ersten Motor bekamen wir den ältesten Schiffsdieselmotor der Einrichtung zu sehen, der sogenannte "OPA". 

              Bild rechts: In der nächsten Halle ein Schnittmodell eines Schiffsdiesel ´s.

 

                          

             Bild links: Das ist der Fahrstand für einen kleinen Schiffsdiesel, welcher hier im

             Bild rechts zu sehen ist. Mit diesem Motor und dem Fahrpult können verschiedene Belastungen des Motors und Fahrversuche simmuliert werden. 

    

                    

        Bild links: Hilfsmotor mit angeflanschtem Generator (Hilfsdieselgenerator HDI ), er dient auf Schiffen zur Stromerzeugung und kann hier in diesem

              Raum getestet werden.

              Bild rechts: Nun sind wir im Pumpenkabinett angekommen, hier werden die verschiedenen Pumpen die es auf Schiffen der Bundesmarine zum

              Einsatz kommen gezeigt, alle Pumpen sind zu Demonstrationszwecken angeschlossen und können mit verschiedenen Medieum  (Flüssigkeiten)

              befüllt werden (Wasser, Öl usw.). Per Computer kann man den Druck erhöhen, die Drehzahl der Motoren beeinflussen, also alles was auf Schiffen

              mit den verschiedenen Pumpen passieren kann, wird hier praktisch gezeigt und den Matrosen vermittelt auch das zerlegen, reparieren und die

              Instandhaltung.

 

                                  

        Bild links: Das ist ein Schiffsantriebsmotor (Hauptmaschine) eines Schnellbootes.

        Bild rechts: Hier nun ein Motorenfahrstand für eine Hauptmaschine eines Minensuchers der Bundesmarine, von diesem Stand aus kann alles

             simuliert werden, was mit einem Antriebsmotor an Belastungen passieren kann der auf einem Minensucher eingebaut ist.

 

                     

        Bild links: die Hauptmaschine

        Bild rechts: Das ist der Zentrale Fahrstand für Maschinen, wie er auch auf einem Schiff der Bundesmarine eingebaut ist.

 

                    

       Bild links: Wir haben die Maschinenhallen verlassen und sind in einer Halle angekommen, wo sich eine Bordkanone eines Schiffes befindet.

            Bild rechts:  In der nächten Halle konnten wir Live, einen simulierten Abschuss eines Torpedos mit erleben. Mit dieser auf dem Bild zu

            sehenden Vorrichtung, kann man einen Abschuss eines Torpedos simulieren, das kann nur mit Ohrenstöpsel oder einer Gehörschutzkappe für die

            Ohren verfolgt werden, der Druck im Vorführraum ist gewaltig, deshalb auch die geöffnete Tür links. Der unmittelbare Bereich vor der Tür wurde

            dafür abgesperrt, sollte sich in der Nähe oder davor ein Mensch aufhalten, würde der von dem Druck einfach weg geblasen und müsste mit einigen

            Verletzungen rechnen.

                                                      

 

                      

       Bild links: Wir haben die Ausbildungshallen verlassen und sind in Richtung Hafen gegangen, hier noch ein altes Gebäude der Schule

            der Hafenkomandoturm, er wurde im Laufe der Umbauarbeiten restauriert und erstrahlt nun im neuen Glanz. 

       Bild rechts: Hinteransicht des Turms in Richtung Hafen, die Beiden Männer rechts sind nur zufällig mit auf das Bild geraten.

 

                     

       Bild links: Am Hafen angekommen konnten wir die beiden Ausbildungsschiffe der Marinetechnikschule sehen, diese Küstenwachboote wurden

            umgebaut zur FRAUENLOB- Klasse (Typ 394) und als Binnenminensuchboote neu klassifiziert. Sie wurden der Schule zu Ausbildungszwecken zur

            Verfügung gestellt.

       Bild rechts: das zweite Binnenminensuchboot

      

                  Technische Daten:         

                  Einsatzverdrängung: 236t

                                           Antrieb: 2 Dieselmotoren, je ca. 1.500 kW  (2.000 PS)

                         Geschwindigkeit: 14 Kn

                                    Besatzung: 19 Mann

                                  Bewaffnung: 1 Kanone 40 mm; Minenräum- und Minenlegekapazität; Wasserbomben

 


                      

       Bild links: Hier noch mal der Bug, oben auf dem Vorschiff sind viele Besucher an Bord.

       Bild rechts: beim Einlaufen in den Hafen gemachtes Bild, die Backbordseite Binnenminensuchbootes

 

                      

       Bild links: Auf der offenen Kommandobrücke (neuer Kommandant) mein Kamerad Roland mit Fernglas, der die Beobachtung des Geschehens

           rund um den Hafen übernommen hat.

       Bild rechts: Die Barkassen der Marinetechnikschule beim Anlegen im Hafen, sie fuhren den ganzen Tag von Parow nach Stralsund Hafen und

            zurück. Im oberen Bereich des Bildes zu sehen (auf der Pier) einige Stände der Bundesmarine mit Werbung.

 

                      

       Bild links: Nach dem wir mit einer Barkasse von der Schule übergesetzt hatten, befanden wir uns im Hafengebiet von Stralsund hier, wo das

           Stadtfest seine Angebote zeigte, hatten wir uns erst mal ein Mittagspause verdient.

       Bild rechts: im Hafen von Stralsund die "GORCH FOCK "

          Daten des Schiffes:

                             1933 – Stapellauf nach 100 Tagen Bauzeit bei Blohm + Voss, Hamburg

                             1945 – Versenkung im Strelasund (westlich von Rügen)

                             1947 – Hebung des Schiffes

                             1948 – Dockung in Rostock und Wiederaufbau in Wismar

                             1951 – Indienststellung als Segelschulschiff der Handelsmarine mit dem

                                           Namen "TOWARISCHTSCH" = Kamerad Heimathafen Kherson (Ukraine). 

                              1966 – Umfassende Modernisierung

                              1992 – Auflösung der Sowjetunion:

 

Die Bark verbleibt in ihrem Heimathafen und wechselt unter ukrainische Flagge. Windjammer- Enthusiasten

können jetzt an den Reisen teilnehmen. 14 Nationalitäten segeln 1992 und 1993 auf der alten Gorch-

Fock, vermittelt und betreut durch den gemeinnützigen Verein Tall- Ship Friends e.V.

 

                               1995 – Die "TOWARISCHTSCH" folgt einem Reparaturangebot nach Newcastle up on Tyne

                                            (GB), die Reparaturen kommen nicht in Gang.

                               1997 – Die Bark verholt mit Schlepperhilfe nach Middlesborough, auch hier kommen die

                                            Reparaturen nicht in Gang.

                                1998 – Tall-Ship Friends e.V. bietet die Wiederinbetriebnahme an.

                                1999 – Die Stadt Wilhelmshaven sichert dem Schiff einen Liegeplatz zu.

                                             Am 1.09.1999 verholt die alte Gorch Fock nach Deutschland.

                                2000 – TOWARISCHTSCH ist ein Highlight der „EXPO 2000 am Meer“.

 

                     

         Bild links: das Heck des Schiffes mit dem neuen Schriftzug und ein Rettungsboot

            Bild rechts: die Steuerbordseite des Schiffes

 

Im Juli 2003: erhält Tall-Ship Friends e.V. ein Kaufangebot. Die Hansestadt Stralsund erneuert die Einladung

für die Bark. August 2003: Fachleute der Stralsunder Volkswerft besichtigen die alte Gorch- Fock in

Wilhelmshaven mit überraschend gutem Resultat. Die Seeberufsgenossenschaft macht eine

Schleppgenehmigung nach Stralsund von einer Trockendockung in Wilhelmshaven abhängig. Die ansässige

Werft lehnt eine Dockung ab, weil die SeeBG das Ausdocken (bei ev. nicht behebbaren Unterwasserschäden)

nicht zusichern will. Am 9.September erwirbt Tall- Ship Friends e.V. die alte Gorch Fock. Am 9.September

beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Transport der Bark mit dem Dockschiff CONDOCK / V. Um die

Ladetiefe des Dockschiffes (4,7m) einhalten zu können, muss die TOWARISCHTSCH von 5,4m auf 4,7m

Tiefgang geleichtet werden: Fast 200 Tonnen Ballasteisen werden binnen einer Woche aus dem Schiff

entfernt. Darüber hinaus müssen die Stengen abgenommen und der Besanmast gekürzt werden, um die

maximale Durchfahrtshöhe im Nord- Ostsee- Kanal (39,9m) einhalten zu können. Am 20. September sind die

Arbeiten abgeschlossen. Am 21. September trifft das Dockschiff CONDOCK V in Wilhelmshaven ein. Am

22. September taucht das Dockschiff. Am 23. September schwimmt die TOWARISCHTSCH mit Schlepperhilfe

in das Dockschiff ein. Als CONDOCK / V mit seiner Ladung wieder auftaucht, ist das Unterwasserschiff der

Bark nach acht Jahren erstmals wieder „an der Luft“. Transportsicherungen werden im Dockschiff

angeschweißt. Am 24.September verlässt CONDOCK V mit der TOWARISCHTSCH an Bord Wilhelmshaven.

Am 25.September macht CONDOCK V an der "Volkswerft Stralsund" fest. Am 26.September schwimmt die

TOWARISCHTSCH aus. Am 7.Oktober steht die alte Gorch Fock auf dem Schiffslift der Volkswerft Stralsund.

Am 8.Oktober liegen die Ergebnisse der Dickenmessungen des Unterwasserschiffes vor: Der Zustand

ist wesentlich besser als erwartet. Am 27.November wurden alle Reparaturarbeiten trotzt widrigen Wetters

pünktlich fertig. Seit 28.November ist das Schiff wieder in seinem Element. Am 29.November wurde die Bark

an der Ballastkiste im Stralsunder Hafen auf ihren alten Namen getauft: "GORCH- FOCK"

Hier der Link zur Homepage der "Gorch Fock" http://www.gorch-fock-stralsund.de

                            

 

                    

      Bild links: Im Hafen von Stralsund fest gemacht und zur Besichtigung frei gegeben, der Betriebsstofftransporter A1425 der Bundesmarine

           "AMMERSEE" der Klasse 703 der Heimathafen des Schiffes liegt in Kiel.

      Bild rechts: Die Hauptaufgabe der Transporter der Klasse 703 ist die Betriebsstoffversorgung deutscher Streitkräfte im Hafen und in den

          Küstengewässern. Die Transporter sind für eine Querabversorgung nach Backbord und Steuerbord ausgerüstet. Zusätzlich werden sie genutzt um

          Betriebsstoffe zwischen Depots und anderen Versorgungeinrichtungen der Marine zu transportieren. Sie werden von einer zivilen Besatzung geführt.

 

                                   

      Bild links:  Versorger A1425 Bug und Aufbauten

          Bild rechts: Sabine und Roland mussten leider auf der Rückfahrt zum Hafen der Marinetechnikschule, auf das nächste Schiff warten, unser

          Schiff auf dem wir waren, war schon voll ausgelastet.

        Technische Daten des Versorgers:

        Einsatzverdrängung: 2.191 t

        Leistung: 1010 kw  (1373 PS)

      Geschwindigkeit: 12,5 kn

     Ladekapazität: 60 t Frischwasser

        Besatzung:  21 Personen (Zivilbesatzung)

 

             Leider konnte das Schiff, bis auf die Brücke nur von außen besichtigt werden, ich wäre gerne mal in den

          Maschinenraum geklettert und hätte mir auch den Maschinenfahrstand und die Hilfsdiesel angesehen. 

          Nach der Besichtigung des Versorgers traten wir die Rückfahrt mit einer Barkasse der Schule, zum Hafen 

          in Parow an.

                  

                     

      Bild links: Kamerad Roland auf dem Anleger, nach dem übersetzen mit der Barkasse aus dem Hafen von Stralsund.

          Bild rechts: Hier eine der Motorbarkassen Steuerbord, nach dem verlassen der Gäste und der Neuaufnahme von Besuchern, beim ablegen in

          Richtung Stralsund.

                                                    

 

                                    

           Bild links: Als nächste Station kamen wir dann zum Bordhubschrauber Sea Lynx MK 88 A.

           Bild rechts:  bei der Gelegenheit hier der Blick in den Hubschrauber

       Technische Daten:

         Hersteller: GKN Westland Helikopter Ltd.

             Nutzung: Marinehubschrauber für Einsätze gegen Schiffe und U- Boote

         Besatzung: 2 + 1 - Soldaten: 9

             Antrieb: 2 x Rolls- Royce Gem 42- 1

           Leistung: 2.200 PS

      Abmessungen:

          Rumpflänge: 13,33 m  /   Länge über die drehenden Rotoren: 15,24 m  /  Kabinenlänge: 2,05 m

          Rotordurchmesser: 12,80 m  /   Heckrotordurchmesser: 2,36 m /  Kabinenbreite: 1,78 m

          Höhe: 3,67 m  /   Breite incl. Fahrwerk: 2,94 m  /  Rotorkreisfläche: 128,7 m  /  Kabinenvolumen: 5,2 m³

       Massen:

          Leermasse: 3.290 kg mit Radar und Sonar - max.  /  Außenlast: 1.360 kg - max.

          Kraftstoff: 786 kg - max.  /  Startmasse: 5.330 kg

       Flugleistungen:

          max. Reisegeschwindigkeit: 255 Km/h  (norm: 230 Km/h)  /  Steigrate: 10,1 m/s

          Reichweite: 530 km  /  Patrouillenzeit: 2:20 Stunden vom Schiff  (28 km vom Schiff entfernt)

          Überwachungsmission: 3:50 Stunden  (140 km vom Schiff entfernt)

          Reichweite: ca. 590 km  /  Überführungsreichweite: ca. 1.045 km 

                     

          Der Hubschrauber auf den beiden Bildern:

Die neu Beschaffung von 7 neuen Super-Lynx  und Nachrüstung der vorhandenen 17 MK 88 . 

In dem Nachrüstungsumfang sind unter anderem ein 360° Radar, GPS - FLIR, Neuer Heckrotor und Strukturverstärkungen,

Flugkörper Sea Skura und ein Leichtgewichttorpedo.

                                                                         Beschreibung:

Der Bordhubschrauber “SEA  LYNX” ist bei der deutschen Marine seit 1981 im Dienst. Er ist einer der

Hauptsensoren der Fregatten der Klasse 122 und 123, auf denen jeweils 2 Hubschrauber und 18 Mann

fliegendes und technisches Personal den sog. "Hauptabschnitt 500" bilden. Ausrüstung und Bewaffnung des

Hubschraubers sind auf seine Hauptrolle U- Boot Jagd ausgelegt. In dieser Rolle dient der Hubschrauber als

verlängerter Arm des Schiffes, dessen Fähigkeiten er wesentlich um seine eigene Reichweite, seine

Geschwindigkeit und Flexibilität erhöht. Der Sea Lynx ist ausgerüstet mit einem tiefenvariablen Sonar für

aktive und passive Ortung, sowie mit 2 Torpedos zur schwerpunktmäßigen Bekämpfung gegnerischer

U-Boote. Zu den Nebenaufgaben zählen der Transport und der SAR-Dienst innerhalb eines

Schiffsverbandes. Stationiert sind die Hubschrauber im Marinefliegergeschwader 3  "Graf Zeppelin" in

Nordholz.

                        

                                                            

                                                                als letztes Bild das Erinnerungsfoto mit Roland rechts und Rainer links

                                                                                            Anmerkung: 

Nach dem wir noch in der Halle für Modellbau waren, mussten wir die Einrichtung verlassen, es war schon

18:00 Uhr geworden und die Marinetechnikschule, wollte auch mal wieder ihre Pforten schließen. Für uns war

es ein sehr anstrengender und hoch interessanter Tag, den Leuten die für das ganze verantwortlich waren,

möchte ich an dieser Stelle für die Organisation ein sehr großes Lob aussprechen und einfach Danke sagen

für den schönen Tag in er Marinetechnikschule Stralsund / Parow.

Wir kommen wieder!

Leider hat es in diesem Jahr nicht geklappt, aber 2007 nemen wir einen Besuch der Schule zum "Tag der

offenen Tür" noch mal in Angriff. Auch 2007 und 2008 konnten wir nicht nach Stralsund kommen, wieder

mal haben sich familiäre und gesundheitliche Probleme in den Vordergrund gestellt.

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